Salsa-Festival Hamburg 2007 - Bericht vom Samstag |
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Samstag früh waren wir zeitig im CCH für den ersten Workshop bei Ignacio Camblor, nicht ganz so zeitig war leider Ignacio selber, er kam einige Minuten verspätet an. Dafür sprang er dann auch gleich direkt auf die Bühne und fing mit einem ausführlichen Aufwärmprogramm für Schultern, Oberkörper, Rumpf, Beine an, aus dem er eine cubanische Bewegungsfolge aufbaute. Ähnlich wie beim Footwork ging es darum den Körper geschmeidig zu bewegen, verschiedene Schrittfolgen im Takt zu üben. Ganz nett um warm zu werden und cubanische Bewegung zu üben, Folgen und Partnerwork gab es in dieser Stunde keines. Als Ausgleich dafür dass Ignacio einige Minuten zu spät kam hat er deutlich überzogen.
Nach der Mittagspause sind wir vom Cuban zur Mittelstufe 2 gewechselt wo Jazzy spin techniques zeigte - durch Zufall hatten wir bei YouTube die Aufnahme vom Ende eines solchen Spin-Workshops bei Jazzy gesehen und das hat uns davon überzeugt dass wir diesen Kurs gerne sehen möchten. Gute Entscheidung, Jazzy hat bei uns etliche Dinge die wir letztes Jahr bei Edie im Spin-Workshop gelernt hatten wieder aufgefrischt, einiges aus anderer Perspektive erzählt und auch ein paar neue Sachen eingebracht. Sein Hauptpunkt: üben. Wer nicht übt, kann nicht gut werden. Er hat schön anschaulich gezeigt was für saubere Drehungen alles wichtig ist: auf dem Fuß zu enden auf dem man anfängt, Gewicht die ganze Zeit auf einem Bein zu halten, das andere zum stabilisieren über den Boden schleifen, wie die Vorbereitung zur Drehung in den Salsa-Takt passt, mit welchem Arm man Schwung holt, wie man mit dem Fuß bremst, Vorbereitungsschritte zur Drehung als Frau und als Mann, wie man damit gemeinsam üben kann. Hat sich gelohnt, aber wie Jazzy auch sagt: das muss ich reichlich üben damits gut wird.
Nach dem Anfänger-Workshop ging es zurück zur Mittelstufe 2 wo wir eine interessante und durchaus anspruchsvolle Folge bei Leon Rose gelernt haben. Er hat die Sache gut rübergebracht, in der Folge sind einige nette Bewegungen drin (wenn auch etwas arg viele Drehungen am Ende), ein guter und klarer Workshop ohne viele Schnörkel oder besondere Vorkommnisse. Die Musik zum üben der Folge hätte gerne etwas langsamer sein können. Leon bat explizit darum keine Videos von ihm auf YouTube hochzuladen - verständlich, aber nachdem wir zu Jazzy gegangen waren grade weil wir das Ende seines Workshops auf YouTube gesehen hatten vielleicht manchmal auch kontraproduktiv.
Die Workshops in der letzten Stunde am Samstag sprachen uns alle nicht so besonders an, also sind wir mal rumgegangen und haben überall mal reingeschaut. Flamenco Salsa bei Farid Salsa-Conga sieht nach nettem Styling aus, die schönen Flamenco-Arme haben wir uns nur kurz angeschaut, dann gings weiter zu Pedro Gomez der eine Folge mit Cross Body Leads mit hand shines aufbaut. Im nächsten Raum zeigt Felipe Polanco eine Footwork-Folge zum einzeln nachtanzen wie ich sie letztes Jahr bei ihm als Footwork mitgemacht hab, zumindest in diesem Moment kein Partner Work. Und beim Cuban vertreten Los Pambos Lorenzo - komisch, letztes Jahr war das ähnlich, da haben sie auch jemand vertreten der fehlte. Bei den Pambos war die Stimmung am nettesten also sind wir da einfach geblieben und haben zugeschaut.
Nach der Stunde sahen wir im Vorraum Tamambo vorbeilaufen, und begeistert wie ich war weil ich ein Gesicht sah und mir spontan der Name dazu einfiel sagte ich 'Guck, Tamambo' oder sowas. Tamambo hörte seinen Namen (wie kann jemand der ständig nachts auf so lauten Parties ist noch so gut hören), kam auf uns zu, begrüsste uns total nett wie alte Freunde, wir schnackten ein wenig darüber dass man ihm am nächsten Morgen schon wieder den ersten Workshop aufgedrückt hatte bevor sich die Wege wieder trennten. Super nett!
Da wir mit einer Hamburger Freundin essen waren kamen wir erst spät zur Party als der erste Showblock schon lief, begrüßten kurz Frenchgirl vom Salsaholic-Forum und ein paar andere aus Flensburg oder die wir entweder am Vortag kennengelernt hatten, da es uns aber deutlich zu laut war und wir am nächsten Tag für die Workshops fit sein wollten sind wir gegangen bevor Jimmy Bosch und seine Band anfingen zu spielen. Kommentar oder Meinung schreiben |
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| © 2007 Birgit Marita Jost und Sam Jost, Flensburg. |