Salsa-Festival Hamburg 2007 - Bericht vom Freitag |
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Im Vergleich zum Workshop-Programm das wir gut eine Woche vorher aus dem Internet ausgedruckt hatten hat sich doch noch einiges verändert, entsprechend haben wir uns also erstmal hingesetzt und angefangen zu planen welche Workshops wir am nächsten Tag wohl machen wollen. Eigentlich hatten wir nicht vor die On-2-Workshops am Freitag bei Juan Matos mitzumachen, aber wir schnackten uns nett mit ein paar Salseros aus Heilbronn fest, und als die Workshops um 16 Uhr losgehen sollte und wir immer noch im CCH waren, dachten wir, schauen wir doch noch mal kurz rein.
Als dann bis ca. 16:30 kein Trainer auftauchte haben wir es uns aber doch wieder anders überlegt und sind Shoppen gegangen. Später hörte ich dass der Workshop wohl angefangen hat kurz nachdem wir weg waren, das aber wohl kaum Grundlagen des On-2-Tanzens gezeigt wurde sondern direkt in Partner Work (also Folgen lernen) gestartet wurde, das wäre also vermutlich eh nichts für uns gewesen.
2006 wurde der große Saal im CCH grade während des Salsa-Festivals renoviert, dieses Jahr fand die Party dort statt, und der Saal ist super! Schön groß, in der Mitte war auf das Saal-Parkett Teppich gelegt und darauf wiederum Tanzparkett, rund um diese riesen Tanzfläche standen große runde Tische mit reichlich Stühlen, sehr angenehm um sich unterwegs mal hinzusetzen. Getanzt wurde nachher eigentlich auf allem, den Tanzflächen natürlich, dem Parkett um die Tische und Bars herum, und selbst auf den wenigen Teppichbahnen dazwischen tanzten etliche Paare. Freitag war die Party angenehm gefüllt. Es waren genug Tänzer dass der Saal belebt war aber man konnte eigentlich immer gut Platz zum Tanzen finden. Die Shows fanden dieses Jahr dann auch wieder im Saal selber statt, nicht wie in 2006 in einem extra Raum. Leider konnte man die Shows fast nur indirekt über Leinwand sehen, nicht weil es zu voll war und die Menschen sich vor der Bühne drängelten und teils auch Stühle an die Bühne holten und sich draufstellten um besser zu sehen, sonden vor allem weil etliche dieser Leute Filmkameras hochhielten um die Shows zu filmen. Entsprechend schaute man von hinten auf ein Meer von (von unten nach oben) Stuhlbeinen, Beinen, Körpern, Armen und Kameradisplays. Am meisten störten die hochgereckten Kameras mit ihren Displays. Ich frag mich ob es wirklich not tut dass hundert Leute die Show mit ihren kleinen Cams in wackeliger Qualität filmen - für mich als jemand der die Shows *sehen* will und nicht filmen ist es jedenfalls nervig. Da scheint eine 'haben wollen'-Mentalität durchzukommen die dazu führt das die Shows nicht mehr genossen werden, sondern die Leute sich stattdessen auf ein Mini-Bild konzentrieren, damit sie später ein minderwertiges Video mit schlechtem Ton auf YouTube hochladen können. Und die meisten dieser Videos werden es vermutlich nicht mal auf YouTube schaffen sondern vorher schon auf irgendeiner Festplatte zwischen hunderten von anderen Videos verstauben die sich eigentlich auch keiner anschauen will. Leute, ich bin mir ziemlich sicher dass ihr mehr von der Show habt wenn ihr sie *anschaut* und geniesst statt euch aufs Filmen zu konzentrieren. Und wenn ihr dabei feststellt dass eine Show euch nicht besonders ansprecht, ihr sie auch filmen könntet statt sie zu geniessen, was wollt ihr dann bitte mit einem Film von einer Show die ihr nicht ansprechend findet???? Noch ein Punkt brachte mich dazu die Shows in erster Linie anstrengend zu finden. Nicht nur weil man sie nur indirekt durch ein Meer von Kameradisplays sehen konnte, das hätte ich noch ignorieren können, sondern dadurch dass die DJs (oder wer auch immer da seine Finger am Mischpult hatte) der Meinung waren 'laut ist gut', 'lauter ist besser', 'zu laut ist am besten' und 'zu laut mit zu viel Bass ist das allerbeste'. Ätzend! Wir wussten dass es laut werden würde, hatten Gehörschutz mit, aber das war an allen drei Party-Tagen einfach zu viel. Und nicht nur ein wenig zu laut, sondern viel zu laut. Sehr viel! Uns war das viel zu laut, wir hielten nur durch um die angekündigte Vorstellung der Lehrer um 0:30 zu sehen. Als aber nach dem zweiten Showblock angesagt wurde dass man damit jetzt den Rest der Nacht tanzen könne (wenn man es denn schafft gleichzeitig zu tanzen und sich die Ohren zuzuhalten), und auch nach mehr als einer halben Stunde keine Andeutung einer Lehrervorstellung zu erahnen war haben wir das Weite gesucht - wir sind ja für die Workshops gekommen, nicht um Nachts unser Gehör ruinieren zu lassen. Kommentar oder Meinung schreiben |
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| © 2007 Birgit Marita Jost und Sam Jost, Flensburg. |